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Ist eine Solar Powerbank sinnvoll?

Solarakku: Power auf der Bank

Steckdosen sucht man im Park immer noch vergeblich.  Doch es gibt Lösungen, die unsere Geräte nicht verdursten lassen, wenn wir mal wieder unterwegs sind. Brauchen wir einen gleich Solarakku für unterwegs, der dauerhafte Steckedosenunabhängigkeit verspricht? Wir haben Antworten für dich.

Schnell noch mal den Weg suchen, die Freunde herbeiordern und schon passiert es: der Akku gibt den Geist auf. Aber hier draußen in der Natur, im Park oder am Strand sind Auflademöglichkeiten Fehlanzeige. Gut, dass wir unsere Handys mit kleinen Akkuzellen, sogenannten Powerbanks, aufladen können. Was aber, wenn auch die schon lange nicht mehr mit Energie beladen wurden?

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Eine ganze Reihe von Herstellern will uns mit diesem Problem nicht alleine lassen und verkauft seit einiger Zeit auch Akkuspeicher mit einer kleinen Solarladefläche, manche auch mit großer. Wir gehen der Frage nach, ob wir mit diesen Solarakkus unabhängig von Steckdosen werden können.

Und die Größe zählt doch

Illusionen machen sollte man sich keine: Der kleine Solarlader für die Hosentasche wird dein Handy nicht unmittelbar aufladen können. Natürlich haben Hersteller mitgedacht und liefern diese Geräte in der Regel mit einem zusätzlichen Akku aus, der sich entweder über einen Tag in der Sonne oder zu Hause an der Steckdose aufladen lässt. Wer länger in der Natur ist oder einen möglichen Stromausfall eines Tages mal überbrücken will, braucht etwas größeres.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Solarfläche, desto mehr Energie kann aufgenommen werden. Das mag banal klingen und trotzdem gibt es gewaltige Unterschiede zwischen den Aufnahmefähigkeiten verschiedener Solarzellen. Ein guter Wert bei Powerbanks liegt bei 21 Watt-Peak (Wp), wobei dieser Wert immer die Energieaufnahme in Watt unter optimalen Bedingungen bezeichnet. Bedenken sollte man aber dabei immer, dass die Idealwerte bei Herstellerangaben in der Regel nie erreicht werden.

Und das hört sich nur so lange nach langweiligem Technikgefasel an, bis du mit leerem Handyakku und deiner Powerbank am See stehst und das Handy trotz Sonne nicht lädt. Selbst bei starker Sonneneinstrahlung werden viele Geräte nur sehr langsam vorankommen bei ihrem Aufladeprozess. Ganz zu schweigen von Tagen, wo es bewölkt ist.

Wieviel Energie dein Gerät benötigt

Ladeleistung und Ladezeit

Wie viel Energie braucht dein Handy? Handys nutzen in aller Regel einen Anschluss mit 5 Volt und 1 Ampère während Tablets 5 Volt und das Doppelte oder mehr an Ampère aufnehmen. Was viele nicht wissen: Die meisten Smartphones vertragen auch diese doppelte Ladung und sind dann deutlich schneller voll!  Schau am besten kurz nach, was dein Handy verkraften kann. Möglich sind bei ganz modernen Geräten bereits bis zu 5 A. Keine Sorge: Dein Gerät nimmt zum Selbstschutz immer nur so viel auf, wie es verträgt.

Dabei gilt die Regel: Hat dein Akku eine Kapazität von 3.000 mAh und es wird mit 2 A geladen, gilt für die Ladezeit 3000 mAh/2000 mA ≈ 1,5 Stunden. Das ist eine grobe Angabe, nicht eingerechnet sind dabei bestimmte Faktoren wie die Umgebungstemperatur und Feinheiten bei den Bauteilen, welche diese Zeit beeinflussen können. Du wirst damit rechnen müssen, dass es immer etwas länger dauern wird.

Überlebenszeit heißt Kapazität

Auf den Powerbanks werden in der Regel Angaben wie 12.000 mAh gemacht und dabei handelt es sich um die Aufnahmemenge dieses externen Akkus. Jedoch darfst du dir hier keine Illusionen machen. Hat dein Smartphoneakku nämlich beispielsweise eine Kapazität von 3.000 mAh, wirst du sehr enttäuscht sein, wenn der Saft für die offensichtlich möglichen vier Aufladungen nicht drin ist. Der Grund: Fast die Hälfte geht bei der Spannungsumwandlung während des Aufladeprozesses verloren. Bemerken wirst du das, wenn du Powerbank und Handy berührst.

Die Auswahl

Wir haben uns für dich einmal drei Lösungen für alle erdenklichen Lebenslagen angeschaut.

Eine klassische Powerbank - (c) intenso
Eine klassische Powerbank – © intenso

1. Der Reguläre Akku für Drinnenbleiber

Praktisch für unterwegs: die Batterie zum Mitnehmen und praktisch Wiederaufladen des Endgerätes, ob nun Smartphone oder Tablet. In der Regel können übliche Powerbanks je nach Kapazität mit einer vollen Ladung aus der Steckdose dein Handy später zwei- bis dreimal wieder aufladen.

Geeignet für: Geschäftsreisen oder Festivals, Situationen also, bei denen Steckdosen nicht immer gleich verfügbar sind oder man ständig in Bewegung ist.

 

Eine Powerbank mit Solarladefläche - (c) Outxe
Eine Powerbank mit Solarladefläche – © Outxe

2. Der Solar-Akku für Gelegenheits-Nutzer

Eine Powerbank mit den gewohnten Funktionen und einer Besonderheit obendrauf: der Solarladefläche. Mithilfe dieser soll der interne Powerbank-Akku dem des Handys auch einmal ohne Steckdose aushelfen können. Vorsicht ist jedoch geboten: die kleinen Solarladeflächen brauchen äußerst lange und sehr gute Sonnenbedingungen, um sich aufzuladen. Die Geräte üblicher Größe brauchen etwa 40 Stunden für eine volle Ladung. Bei praller Sonneneinstrahlung wohlgemerkt.

Das heißt: selbst bei 10 Sonnenstunden wären hier rein rechnerisch vier Tage nötig.

Für den Campingurlaub, der mit gelegentlicher Nutzung und Stand-by auskommt, mag das reichen, doch für eine Reise mit viel Smartphonenutzung und ohne Steckdose weit und breit wird die Solar-Powerbank seinen Versprechungen oft nicht gerecht.

Geeignet für: Camping- und Strandurlaube, bei denen das Handy eigentlich tief im Rucksack verschwindet und nur selten genutzt wird. Bei Wanderungen kann die Solar-Powerbank tagsüber in die Sonne gelegt oder außen an den Rucksack gehangen werden.

 

Der Riesen-Solarakku auf dem Rucksack.
Der Riesen-Solarakku auf dem Rucksack. – © Anker

3. Solarenergie satt: Der Sonnenanbeter

Etwas seltsam sieht er schon aus, der letzte Schrei unter mobilen Solar-Freunden. Wie ein Panzer lässt sich die mannigfaltige Solarfläche über Rucksäcke oder Zelte spannen und kann so genügend Sonne aufnehmen, um deine Geräte stets mit Strom zu versorgen. und zwar im laufenden Betrieb! In der Regel ist nämlich kein Akku integriert. Die Aufladung kann also nur unter guten Sonnenbedingungen erfolgen. Zur Abhilfe kannst du dir einfach noch eine reguläre Powerbank dazu kaufen.

Geeignet für: Größere Wanderungen oder weltuntergangsähnliche Situationen, bei denen Handy, Tablet oder Kamera ständig gebraucht werden.

Fazit – Ob du einen Solarakku wirklich brauchst

Die Energie der Sonne zu nutzen, wenn man schon mal draußen ist, liegt nahe. Doch nur wirklich große Solarladeflächen werden dem Anspruch gerecht, deine Geräte aufladen zu können. Aber brauchen wir immer einen vollen Handyakku? Immerhin ist man ja in der Regel nicht draußen in der Natur, um dann doch nur auf den Bildschirm zu starren. Vielleicht sind die kleinen Powerbanks mit Solarzellen aber ein guter Kompromiss: Sie versorgen uns mit dem sicheren Gefühl, nie ganz von der Außenwelt abgeschnitten sein zu müssen.

Und jetzt, wo die Stromversorgung deines Smartphones abgesichert ist, musst du eigentlich nur noch eines tun: rausgehen.

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