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Elektroauto laden

Wieviel kostet eine Elektroauto-Batterieladung im Vergleich zu einer Tankfüllung?

Alle reden von Elektroautos. Doch meistens gilt der Kilometer als Kennzahl, also die Reichweite des Elektroautos. Wie aber sieht es aus mit den Kosten einer Batterieladung im Vergleich zum herkömmlichen Gang zur Tankstelle? Wir haben nachgerechnet.

Ob Elektroautos wirklich die Zukunft gehört, hängt nach Ansicht der meisten Autofahrer derzeit von diesen besonders wichtigen Faktoren ab: dem Anschaffungspreis, der Fahrleistung in Kilometer/Stunde und der Reichweite. Dabei kommt zum Thema Tank- beziehungsweise Batterieladung eine doppelte Problematik hinzu. Nämlich einmal die der Geschwindigkeit der beim Laden der Batterie mit Strom und dann die des Preises der Aufladung.

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Während die Schnelligkeit des Aufladens nämlich abhängig ist von der Ladestation, also zwischen 14 Stunden (Maximalwert bei einer Steckdose zuhause) und 30 Minuten (Schnellladung mithilfe einer DC-Ladesäule), kann man die Kosten für eine volle Ladung noch viel schwieriger mit regulären Benzinern oder Diesel-Motoren vergleichen.

Elektroauto laden: zu Hause auftanken oder doch lieber öffentlich?

Die meisten der schnellen Ladestationen finden Fahrer im Stadtbereich an öffentlichen Plätzen. Einige große Unternehmen wie IKEA oder ALDI wollen ganz vorn mit dabei sein und bieten auf ihren Parkplätzen ebenfalls Möglichkeiten zum Aufladen an. Es besteht auch die Möglichkeit, sich selbst eine Ladestation für zuhause zu kaufen. Die sogenannten Wallboxes kosten zwischen 800 und 2000 Euro. Sie haben gegenüber der normalen Steckdose den Vorteil, deutlich schneller zu laden.

Auf lange Sicht kann sich das lohnen – Wenn man den Anschaffungspreis gegen die etwas höheren Kosten an öffentlichen Ladestationen einrechnet. Wer es besonders ernst nimmt, kann mit eigenem Solarstrom sogar rein rechnerisch kostenfrei fahren. Auch hier gilt: immer die Anschaffungskosten im Blick behalten und prüfen, ab welchem Zeitpunkt diese sich amortisieren.

Wieviel kosten 100 Kilometer mit einem Elektroauto?

Der ADAC hat für gängige Elektromobile einmal nachgerechnet und kommt zu folgendem Ergebnis: Nur wenige Elektroautos sind günstiger als ihre Benzin-Verwandten. Dazu haben sie die Komplettkosten aus Anschaffungspreis und dem Verbrauch pro Kilometer miteinander verrechnet und dann mit einem vergleichbaren Benziner-Modell verglichen.

Der mittlerweile recht bekannte BMW i3 wurde hier mit dem Mini Cooper S Steptronic (Benzin) verglichen. Das Ergebnis: Auf 100 Kilometer kommt der Elektrowagen i3 auf 51,80 Euro, während der Cooper mit 44,40 Euro für sein SuperPlus Benzin verbraucht.

Also: Die Differenz zwischen Benzin-Tankfüllung und einer Elektroauto-Batterieladung liegt zumindest bei dieser ADAC-Rechnung bei 7,40 Euro pro 100 Kilometer.

In ihrer Studie wurden auch Kaufprämien eingerechnet, allerdings keine kostenfreien Ladesäulen. Unter dieser Prämisse und einem angenommenen Kilometerlauf von 15.000 pro Jahr, schlägt der i3 mit 647 Euro pro Monate zu Buche, während der Cooper S mit 555 Euro wegkommt und das Dieselmodell Cooper SD gar mit nur 536 Euro.

Tesla gehört zu den teuersten Elektroautos

Wenn man von Elektroautos spricht, denken viele zuallererst immer noch an Tesla. Der Sportwagenhersteller aus Kalifornien mit dem charismatischen Gründer kann hierzulande jedoch von keiner Förderung profitieren.

Zu hoch ist der Kaufpreis, etwa beim Tesla Model S für etwa 70.000 Euro – das trotzdem als das meistverkaufte Elektroauto weltweit im Jahr 2017 gilt. Der ADAC stellte den Tesla 70D in den Vergleich mit ähnlichen Benzinern und Diesel-Autos und urteilte: „7,5 bis 32,8 Cent pro Kilometer teurer“.

Warum sich das Elektroauto für einige dennoch lohnen dürfte

Hohe Preise und lange Ladezeiten bereiten vielen Elektroauto-Interessenten verständlicherweise Sorgen. Zur Erleichterung für diejenigen, die mit der Elektromobilität liebäugeln, dürfte jedoch folgende Überlegung dienen: Erstens sind viele öffentliche Ladestationen für Elektroautos heute kostenfrei nutzbar. Damit wollen Hersteller und Regierung den Elektroantrieb in Gang bringen. Die öffentlichen Ladestationen finden sich meistens in zentraler Lage von Städten, an denen man sein Elektroauto auch ganz normal parken kann.

Zweitens: Schon heute sind neue Technologien in der Entwicklung, die das Laden der Elektroautobatterien mit Strom in Zukunft zur Sekunden-Sache machen dürften, schenkt man den Forschern Glauben.

Klar: für Vertreter, die wöchentlich größere Distanzen auf Autobahnen zurücklegen, mag ein Elektroauto nicht die erste Wahl sein. Doch das Netz an Elektro-Ladestationen wird kontinuierlich ausgebaut. Und wer sich im Stadtgebiet aufhält, muss sich ohnehin kaum fürchten. Die meisten Elektroautos sind heute für die in der Stadt üblichen Distanzen von maximal 27 Kilometern am Tag bestens gerüstet.

Eventuell kommt alles anders: Auto-Besitz wird weniger relevant

Die meisten Experten sind sich ohnehin einig: das Zeitalter vom Besitzgegenstand Auto geht früher oder später zu Ende. Nicht nur die Sorge über den Klimawandel sind dabei Triebfeder. Für die meisten Menschen lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Autos ganz einfach nicht mehr.

Die meisten Städte bieten einen zufriedenstellenden öffentlichen Nahverkehr und für besonders zentral lebende Städter gehört das Fahrrad ohnehin bereits zu den Favoriten, allein um die tägliche Dosis Sport mit der geschickten Umgehung von Staus zu verbinden.

Smart City - Mobilität

Ein großes deutsches Vergleichsportal hat ausgerechnet: das Gros der Leute lässt das Auto 23 Stunden am Tag ohnehin nur rumstehen. Elektroautos halten jedoch trotzdem Einzug auf den Straßen: die meisten Autovermieter und noch modernere Carsharing-Angebote haben Elektroautos für sich entdeckt. An festen Stationen können diese jederzeit für Mitglieder mit einem Smartphone geöffnet werden und los geht’s. Das Tanken entfällt dabei komplett, denn die Abholstationen enthalten in der Regel gleichzeitig Ladestationen.

Forscher haben ausgerechnet: wer weniger als 7.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zurücklegt, fährt günstiger mit Carsharing. Nutzer dieser Angebote sparen monatliche Abgaben und Versicherungen sowie Reparaturen und kommen in der Regel mit Monatsbeiträgen um die 10 Euro weg. Natürlich werden einige Menschen nicht auf den Komfort des immer verfügbaren Autos verzichten wollen. Trotzdem dürfte Carsharing genau wie dem Teilen von allen anderen möglichen Dingen ein Teil der Zukunft gehören.

Fassen wir zusammen: Das Elektroauto mag zwar vielleicht nicht gleich die günstigere Variante für alle sein. Doch die Technik wird sich weiterentwickeln und günstiger werden. Wer heute bereits ein Elektroauto fährt und mit Ökostrom auflädt, leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Obendrein werden unsere Straßen nicht mehr mit Schadstoffen verunreinigt. Wir werden sehen, wie sich die Elektromibilität entwickelt!

Wenn du übrigens schon jetzt etwas Gutes für das Klima und deinen Geldbeutel tun möchtest: Günstigen Ökostrom für zuhause bekommst du ganz einfach hier. Lass dir deine Ersparnis berechnen.