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Ideen für weniger Hausmüll

5 Ideen für weniger Hausmüll

Mit diesen simplen aber wenig praktizierten Tricks wirst du in Zukunft kaum noch im Kopf haben, wie eine Mülltonne überhaupt aussieht.

Ganze 617 Kilogramm Hausmüll produziert ein deutscher Bürger im Durchschnitt jedes Jahr und liegt damit im europäischen Vergleich auf Platz vier der größten Müllproduzenten.  Dabei kaufen wir den Müll ja nicht absichtlich ein. Das Problem sind die Verpackungen. Wenn wir weniger Müll haben wollen, sollten wir uns also ein paar neue Strategien für den Einkauf zulegen. Hier sind einige.

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1. Geh zum Gemüsehändler

Jeder Supermarkt bietet Gemüse, aber eben auch haufenweise anderen Kram. Nicht umsonst hat jeder von ihnen das Gemüse an den Eingang gelegt. Das ist ein Trick, und zwar einer, der funktioniert. Wir denken nämlich: „Heute kauf‘ ich mal nur gesund ein“, und nehmen uns dann zwei eingeschweißte Gurken und einen Blumenkohl mit, um nur Sekunden später Bier, Süßigkeiten und Chips dazuzulegen.

Das lässt sich vermeiden, indem du gleich nur zum Gemüsehändler gehst. Der Vorteil ist, dass du dich noch besser ernähren wirst und potenziell unglaublich viel Müll sparst: All die fein-säuberlich verpackten Dickmacher im Supermarkt kommen dir nämlich gar nicht erst zwischen die Finger. Aber Vorsicht: Viele Gemüsehändler haben die Angewohnheit, alles noch einmal einzeln in Plastiktüten zu legen. Hier ist dein Geschick gefragt, zur rechten Zeit mitgebrachte Beutel zu zücken. Das richtige Timing ist dabei entscheidend. Denn wenn die Tomaten und Äpfel erst mal auf der Waage liegen, hat der Händler schon die Finger am Abzug.

 2. Schritt für Schritt zum Fachhandel

Klar, der Onlineversand ist unglaublich praktisch. Sonntagabend einen neuen Grill auf der Couch aussuchen und dann auch noch bestellen, das wirkt zunächst bestechend komfortabel. Doch seien wir ehrlich: Wie oft haben wir dann bemerkt, dass der Onlineeinkauf nichts taugt? Nun müssen wir das Teil auch noch zurückschicken. Viel zu oft aber macht der Fehleinkauf dann noch mal eine Verschnaufpause. Ungefähr zwei Wochen nämlich, bis wir merken: Jetzt ist es auch zu spät. Was übrig bleibt, ist der Grill und ziemlich viel Hausmüll.

Dabei lässt sich das ganz einfach vermeiden, in dem wir uns vor unseren Einkäufen ein wenig belesen und vielleicht doch im Baumarkt beraten lassen. Dann nehmen wir den Grill mit nach Hause, der nur mit dem nötigsten Verpackungsmaterial bekleidet, gleich viel sexier aussieht.

3. Kompromisslos komprimieren

Dosenzerdrückung
Bild: Hausmüllkomprimierung mit Köpfchen – (c) Giphy.com

Jetzt wird es ganz praktisch: Klar verfängt sich ab und zu ein bisschen Verpackungsmaterial in unseren Einkaufsbeuteln. Nun müssen wir richtig damit umgehen. Das Zauberwort heißt: Komprimierung.

Der Klassiker ist das Tetrapack. Milchleer und saftlos weggeworfen, verschwendet es wertvolles Volumen in unseren Mülleimern. Wer schlau ist, weiß, dass das Aufklappen und Zusammenfalten am Ende mehr Zeit spart. Wer all seine Klopapierröllchen und Tetrapacks, alle Kartönchen und Kisten zusammenfaltet, muss deutlich seltener runtergehen und darf gewiss sein, dass er auch seinen Nachbarn oder zumindest den Müllmännern einen dicken Gefallen getan hat.

4. Teilen statt Schleppen

Angeblich sind deutsche und österreichische Haushalte Weltspitze beim Mülltrennen. Doch immer wieder gibt es Zweifel: Lohnt sich der Aufwand? Landet nicht am Ende ohnehin alles auf der gleichen Halde? Der gewiefte Müllvermeider weiß, dass es sich dabei um nichts als falsche Faulheit handelt. Denn während Trennungsskeptiker mal wieder raus zur Tonne laufen, entspannt dieser auf der Couch. Das Prinzip ist denkbar einfach: Was sich teilen lässt, kriegt eine eigene Tonne. So sammelst du viel länger und musst seltener raus gehen.

5. Klüger einkaufen

Am Ende des Tages landen leider oft gar nicht ausschließlich Verpackungen aus Plastik, Glas und Papier in unseren Tonnen. Die traurige Wahrheit ist, dass wir uns ganz oft verkalkulieren und Lebensmittel viel zu lange rumliegen. Schließlich werfen wir sie dann weg. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat in einer Infografik einmal deutlich gemacht, was in Deutschland am häufigsten Richtung Tonne wandert.

Hausmüll-Verteilung der vermeidbaren und teilweise vermeidbaren Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten nach Produktgruppen: Gemüse und Obst, Back- und Teigwaren, Speisereste, Milchprodukte, Getränke, Fleisch und Fisch, Sonstiges wie Süßigkeiten.
Bild: Verteilung der vermeidbaren und teilweise vermeidbaren Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten nach Produktgruppen: Gemüse und Obst, Back- und Teigwaren, Speisereste, Milchprodukte, Getränke, Fleisch und Fisch, Sonstiges wie Süßigkeiten. Quelle: Studie der © Universität Stuttgart, 2012, gefördert durch das BMELV

 

Hier kommen die Tricks zur Vermeidung dieses unschönen Problems: nie zu viel verderbliche Lebensmittel auf einmal einkaufen. Sondern lieber immer ein bisschen weniger, als man denkt. Besonders gesundheitsbewusste Müllvermeider schauen immer zwei mal, ob nicht noch ein Apfel in der Küche rumliegt, bevor sie sich eine Tüte Chips aufmachen. Wer seine Äpfel isst, musst sie später nicht in den Hausmüll werfen.

Verpackungswahnsinn im Supermarkt

Der Supermarkt wird für die meisten von uns weiterhin die erste Adresse sein, um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Doch dort müssen wir einiges über uns ergehen lassen. Eine der heftigsten Entdeckungen aus der letzten Zeit dürfte wohl diese hier sein: die einzeln eingeschweißte Banane.

Bananen in Plastikverpackung
Bild: Bananen in Plastikverpackung – CC_BY_2.0 „Scrap this Pack“

 

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