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Entspannen in der Sauna

Winterzeit ist Saunazeit: So kommst du bei den Energiekosten nicht ins Schwitzen

Wenn du nur gelegentlich in der Sauna relaxen willst, sind dir die fünfzehn Euro oder mehr für zwei, drei Stunden Wellness-Genuss wahrscheinlich egal. Doch wer in die Sauna geht, um sein Immunsystem dauerhaft zu stärken und das Herz-Kreislauf-System zu trainieren, der geht nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling, Sommer und Herbst in die Schwitzstube. Da gehen die Sauna Kosten natürlich ganz schön ins Portemonnaie.

Um gesundheitliche Effekte zu erzielen, raten Experten nämlich zu wöchentlich ein bis zwei Saunabesuchen. Hochgerechnet auf das Jahr kommen da locker 500-1.000 Euro zusammen. Klar, du kannst dir auch eine Jahreskarte oder Mehrfachkarte kaufen. Ein paar hundert Euro bist du dann aber immer noch los. Die Eintrittsgelder für deinen Partner oder deine Kinder noch gar nicht miteingerechnet.

Davon träumt jeder: Eine Sauna am See

Logisch, dass deshalb viele Immobilien- oder Gartenbesitzer mit einer eigenen Sauna liebäugeln. Zumal sich die Kosten für eine Sauna inklusive Ofen in Grenzen halten. Sie sind bereits ab 1.200 Euro zu haben. Doch viele Saunafans erschrecken nicht wegen der Anschaffungs- und Einbaukosten, sondern geraten wegen steigender Energiekosten ins Schwitzen. Unnötig. Laut Stromverbrauch-Haushalt.de kommen dich die Stromkosten der Heimsauna viel günstiger als der Eintritt in eine öffentliche Sauna. Auf lediglich 3,50 Euro kamen die Haushaltsexperten vor einiger Zeit für den dreistündigen Betrieb einer Vier-Personen-Heimsauna.

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Berücksichtigen musst du aber, dass die Stromkosten in letzter Zeit gestiegen sind, so dass wohl je nach Stromanbieter eher rund 4 bis 5 Euro realistisch sind. Für eine Außensauna solltest du bei niedrigen Temperaturen von einem höheren Verbrauch ausgehen. Hier kannst du dir übrigens die Stromkosten für deinen Stromofen ausrechnen lassen. Einfach die Leistung des Ofens in kW eingeben, die durchschnittliche tägliche Betriebsdauer und den Kilowattstunden-Preis deines Stromanbieters: Stromkosten ausrechnen.

Wir haben für dich auch mal geschaut, welche Sauna Kosten für Energie für welchen Sauna-Typ anfallen:

Noch ein Traum: Die „Null-Energie-Sauna“

Eine Sauna, die gar keine Energiekosten verursacht? Zugegeben: Es gibt sie noch nicht. Doch Forscher der Universität Stuttgart (Institut für Energiespeicherung) und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Institut für Technische Thermodynamik) haben ihre Erfindung bereits zum Patent angemeldet. Schon bald soll laut Haustec.de, das Fachportal für Gebäudetechnik, auf dem Campus ein Prototyp stehen. Wer also zu den Pionieren des energieneutralen Saunierens gehören will, muss sich noch etwas gedulden.

Die Forscher setzen bei ihrem Projekt zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien (Wind- und Solarenergie) sowie auf ein intelligentes Wärmespeicher-System, welches einen mechanischen und thermischen Energiespeicher umfasst. Hinzu kommen ein elektrischer Generator und eine Wärmekraftmaschine. Die Null-Energie-Sauna benötigt so nicht nur keinen zusätzlichen Strom aus dem Stromnetz. Der Clou: Durch die verschiedenen Energieträger und Energiespeicher kann die Null-Energie-Sauna als Finnische Sauna oder Dampfsauna betrieben werden. Bei einer anderen Variante sorgt die Fotovoltaik für die Stromversorgung und mit Hilfe von Solarthermie-Kollektoren sowie eines hybriden Dampf- und Wärmespeichers wird Wärme erzeugt und gespeichert.

(v.l.n.r.) Schematische Darstellung der Konzepte für eine windbetriebene finnische Sauna, ein solarbetriebenes Hamam und eine hybride Anlage für süddeutsche Klimabedingungen. © Darstellung: Universität Stuttgart/IES Foto: Institut für Energiespeicherung
(v.l.n.r.) Schematische Darstellung der Konzepte für eine windbetriebene finnische Sauna, ein solarbetriebenes Hamam und eine hybride Anlage für süddeutsche Klimabedingungen. © Darstellung: Universität Stuttgart/IES Foto: Institut für Energiespeicherung

Die einfache Alternative: Die Energiesparsauna

Eine Energiesparsauna kann bereits mit einem 3,6 kW Ofen betrieben werden. Das reduziert die Stromkosten um rund die Hälfte. Der Nachteil: Die Energiesparsauna ist kleiner als eine Heimsauna für vier bis sechs Personen, die mit einem 8-9 kW Ofen geheizt wird. Die Vorteile wiegen die Nachteile aber auf: Die Energiesparsauna schafft auf kleinerer Fläche die gleichen Temperaturen und du benötigst nur einen gewöhnlichen 230 Volt-Anschluss. Du musst also keinen 400 Volt-Starkstromanschluss von einem Elektriker legen lassen. So kannst du dir auch viel leichter den Traum von einer Außensauna im Garten erfüllen. Wenn du sichergehen willst, dass du beim Einbau deiner Sauna alle Qualitäts- und Sicherheitsvorschriften erfüllst: Hier findest du eine Checkliste.

Schonende Tiefenwärme: Die Infrarotkabine

Die Infrarotsauna ist nicht nur hinsichtlich der Stromkosten eine attraktive Alternative. Die klassische Sauna zielt mit einem Mix aus großer Hitze und niedriger Luftfeuchtigkeit über die Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems hinaus auf das Ausscheiden von Fett, Cholesterin und alle möglichen Arten von Giften ab. Die Infrarotkabine mit der schonenden Tiefenwärme der Infrarotstrahlung bewirkt andere gesundheitliche Effekte, unter anderem die Erweiterung von Gefäßen, was zur Schmerzlinderung beitragen kann.

Weitere Vorteile der Infrarotkabine: In der Regel kannst du sie bereits nach nur 15 Minuten Aufheizzeit benutzen und auch der Starkstromanschluss entfällt. Den größten Unterschied bieten Sauna und Infrarotkabine jedoch hinsichtlich der Stromkosten. Die Infrarotkabine ist mit einem Stromverbrauch von etwa 0,75 Kilowattstunden (kWh) für eine halbstündige Anwendung sogar erheblich günstiger als die Energiesparsauna. 0,75 kWh entsprechen einem Stromkostenpreis von rund 22 Cent.

Die sanfte Art ins Schwitzen zu kommen: Die Infrarotsauna

 

Für Romantiker: Der Holzsaunaofen

Flackerndes Flammenlicht, knisterndes Holz, wohlige Wärme, angenehmer Holzgeruch. Für Romantiker gibt es keine Alternative zum Holzsaunaofen. Angeblich soll ja sogar die Wärme eines Holzofens tiefer unter die Haut gehen. Aber Sinnlichkeit ist hier ja nicht unser Thema. Angesichts steigender Strompreise kann eine Holzofensaune auch aus Kostengründen eine Überlegung wert sein. Das gilt vor allem, wenn du dir eine größere Sauna wünschst. Das Verlegen einer Starkstromleitung quer durch deinen Garten zum Beispiel, kannst du bei einer Holzofensauna schon mal sparen.

Welche Vorteile ein Holzsaunaofen besitzt

Bevor du bei den laufenden Betriebskosten sparen kannst, musst du allerdings für die aufwendigere Installation, wie etwa die Rauchgastechnik, erstmal tiefer in die Tasche greifen. Wenn dein Ofen das CE-Kennzeichen nach DIN EN15821-2010 trägt und du die Bestimmungen der Bundesimmissions-Schutzverordnung und der regionalen Brennstoffverordnungen berücksichtigst, steht der Genehmigung deiner Holzofensauna durch den Schornsteinfeger eigentlich nicht mehr viel im Wege.

Wieviel Holz du für einen Saunagang benötigst und wie hoch die Energiekosten somit sind, ist schwerer zu beantworten. Herstellerangaben hierzu haben wir nicht gefunden. Der Verbrauch und die Kosten hängen einfach von zu vielen Faktoren ab, wie etwa dem Brennwert des Holzes oder der Außentemperatur. Der Online-Vertreiber MegaSauna schrieb uns, dass ein Holzofen für eine 10m³ große Außensauna circa zwei Säcke Feuerholz verbrauchen würde. Diese kosten im Baumarkt rund 3 Euro. Damit würden die Kosten in etwa gleichauf liegen mit denen eines Elektroofens für eine gleich große Außensauna. Nun ist Holz im Baumarkt sicher am teuersten, womit wir einen Anhaltspunkt dafür haben, dass die Energiekosten für einen Holzofen unter denen des Elektroofens liegen sollten.

In Saunaforen findet man unterschiedliche Erfahrungswerte. Im Forum Saunafans.de schreibt der Nutzer „Saunagärtner“, er benötige für seine Fasssauna bei dreimal Saunen wöchentlich je Monat Holz im Wert von 10 Euro. Er schlage das Holz jedoch selbst. Wer es sich liefern ließe, würde den doppelten Betrag zahlen müssen. Im letzteren Fall würde das Rechenbeispiel auf einen Betrag pro Saunagang von nur 1,53 Euro hinauslaufen. Wer kostengünstig an Holz kommt oder die Möglichkeit hat Bruchholz aus dem Wald zu holen, der kommt sicher noch viel besser weg.

Sicher gilt es auch die Nachteile einer Holzsauna zu bedenken, wie beispielsweise, dass du Platz für die trockene Lagerung benötigst. Das dürfte dir aber, wenn du abends in deiner heimischen Sauna in das Feuer deines Holzofens schaust, vollkommen schwitzegal sein.

 

So behältst du die Sauna Kosten im Griff

  1. Achte darauf, dass möglichst keine kalte Luft in die Sauna eindringt. Bringe für den Luftaustausch nahe am Boden eine Öffnung an. Dort ist die Wärme am geringsten.
  2. Besorge dir Sauna-Licht, dass sich abschaltet, wenn zwischen den Saunagängen niemand in der Saunakabine ist oder besorge dir dimmbare LED-Leuchten.
  3. Denke an Durchflussbegrenzer für die Schwallbrausen, so sparst du auch Wasserkosten.
  4. Die Wandstärke deiner Sauna sollte den Standard von 55 Millimetern nicht unterschreiten.
  5. Isoliere die Saunadecke mit einer doppelt starken Rahmenkonstruktion. Dies ist besonders für Außensaunen ratsam. Die Wärme entweicht nach oben!
  6. Vor dem letzten Saunagang kannst du den Saunaofen ausschalten. Das Holz der Sauna speichert die Wärme lange genug. Wer einen Holzofen hat, legt einfach kein Holz mehr nach.
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