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WM Rezepte

WM Rezepte 2018: Essen wie die Herausforderer

Sie alle wollen Weltmeister werden und tatsächlich hat jede Nation doch zumindest schon mal eines zu bieten: eine meisterhafte Küche, jede ganz auf ihre eigene Art. Wir verraten dir die besten WM Rezepte der Herausfordererländer, mit denen du dir das Spiel verfeinern kannst.

Die Weltmeisterschaft, das bedeutet für viele: Bier, Bratwürste und Buletten. Dabei lädt das globale Spiel doch auch dazu ein, sich mit anderen Ländern etwas auseinander zu setzen und vielleicht einmal zu probieren, was diese neben 11 Typen auf dem Rasen noch alles so zu bieten haben. Nicht zuletzt können sich Freunde und Familie bei der nächsten Übertragung noch extra freuen: denn unabhängig vom Spielausgang gibt es etwas richtig Besonderes auf den Teller.

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Zunächst tritt die deutsche Nationalmannschaft zur WM 2018 in Russland gegen folgende Nationen an: Mexiko, Schweden und Südkorea. Wir zeigen dir, wie du schnell und einfach deren bestes Essen für deine Gäste auf den Tisch zaubern kannst. Vorhang auf für unsere WM Rezepte für die ersten drei Spiele:

Mexikanisch kochen zur WM – es wird scharf geschossen

Mexiko hat weit mehr zu bieten als riesige Hüte, Nachos und eine Mauer zum Nachbarland – deren Kosten sie angeblich selbst tragen sollen. Es ist zwar das Land, welches am weitesten von uns weg ist (ja, Südkorea ist über 1000 Kilometer näher dran), aber die Küche ist bekannt.

Mexikanisch kochen ist hip. Jeder Supermarkt hat mittlerweile eine kleine Ecke mit angeblich mexikanischen Spezialitäten, von Tacos bis hin zu Salsa-Dips. Die sind alle schön und gut, aber das Nationalgericht, zumindest im Norden des Landes, sind immer noch Burritos. Die sind leicht zu machen, auch für anspruchsvolle Gestern mit verschiedenen Vorlieben: ob mit oder ohne Fleisch, vegan oder nicht. Alles kann, nichts muss. Also los:

Was du für 4 Gäste brauchst:

  •    1 rote Zwiebel
  •    Eine rote Paprika
  •    1 Knoblauchzehe
  •    2 Tomaten
  •    1 Dose Kidneybohnen
  •    Und eine Dose Mais (klein)
  •    200 ml Gemüsebrühe
  •    mit Fleisch: 300 g Rinderhackfleisch
  •    ohne Fleisch: 150 g Soja Granulat + 200 ml Gemüsebrühe zusätzlich
  •    150 g Käse, Emmentaler oder Cheddar
  •    Pflanzenöl
  •    Tomatenmark
  •    Gewürze: Kümmel, Salz, Pfeffer, Chili
  •    200 ml saure Sahne
  •    fertige Fladen: 4 fertige Weizen-Tortillafladen (die weichen)
  •    selbstgemachte Fladen: 400 g Weizenmehl, 1 Teelöffel Backpulver, 8 Esslöffel Pflanzenöl, 200 ml lauwarmes Wasser, 2 Teelöffel Salz und eine Pfanne

So machst du dir deine eigenen Burritos

Schritt 1

Schnapp dir als erstes die Zwiebel, Tomaten, Knoblauch und Paprika und ein Messer. Zerschneide alles in kleine Stückchen. Anschließend die Zwiebel und den Knoblauch in einer Pfanne mit Öl bei niedriger Hitze anschwitzen. Hier kannst du auch etwas Tomatenmark beigeben.

Schritt 2

Solltest du die Version mit Hackfleisch wählen, gib auch dieses mit in die Pfanne. Das Sojagranulat muss zunächst in der Gemüsebrühe kurz einmal aufgekocht und dann 10 Minuten ziehen gelassen werden. Dann in einem Sieb abtropfen lassen und als wäre es echtes Hackfleisch: ab in die Pfanne damit. Leicht anbraten lassen.

Schritt 3

Wenn das Hackfleisch beziehungsweise Soja etwas krümelig geworden ist, kannst du die Tomaten, Paprika und Gemüsebrühe hinzugeben. 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen.

Schritt 4

Gib die abgetropften Bohnen und den Mais zusammen mit klein geschnittenem Chili der Mischung bei, und lass es mit den Gewürzen Kümmel, Pfeffer und Salz noch ein letztes Mal aufkochen. Danach kannst du den Herd abstellen und den Ofen auf 180 Grad im Grillmodus vorheizen.

Schritt 5

Schnapp dir die vorbereiteten Tortillafladen und verteile die Mischung aus der Pfanne einmal in der Mitte, dann roll sie zusammen. Erst die beiden unteren Ecken einknicken, dann die langen Seiten übereinander klappen. Mit Käse bedecken – der hilft auch beim Zusammenhalten der Fladenrollen. Die Rollen grillen dann im Ofen für 5 Minuten vor sich hin.

Schritt 6

Hol die Rollen aus dem Ofen und richte alles schick auf dem Teller an. Die saure Sahne am besten in einem kleinen Schälchen mit Löffel anbieten – je nach Geschmack können deine Gäste dann selbst absahnen! Auf Mexiko!

Schwedisch kochen – heiß und fettig zum Sieg

Bei Schweden wird es schon schwieriger. Obwohl deutlich näher zu uns als Mexiko, kann beinahe niemand sagen, wie man auf schwedisch kocht. Am ehesten in den Sinn kommen mag einem eventuell noch das Kantinenessen beim Möbeleinkauf am Stadtrand. Wir natürlich wissen ganz genau, was Schweden wirklich essen. Diese nämlich stehen vor allem auf Fisch! Und den gibt es am besten in einem fettigen Kartoffelauflauf. Eine echte Versuchung, oder? „Janssons Versuchung“, um genau zu sein. Und hier kommt das Rezept für das schwedische Nationalgericht:

Was du für 4 Personen benötigst:

  •    15 Kartoffeln (mittelgroße) oder: 700 g Kartoffeln
  •    4 Küchenzwiebeln
  •    250 g Sardellenfilets
  •    4 Esslöffel Butter
  •    400 ml Sahne
  •    2 Tassen Paniermehl
  •    Salz
  •    Pfeffer
  •    eine Auflaufform

Schritt 1

Ran an die Kartoffeln: schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne mit einem Löffel Butter andünsten. Die Sardellen über einer Schüssel abtropfen lassen.

Schritt 2

Die Hälfte der Kartoffelscheiben kannst du jetzt in die eingefettete Auflaufform legen. Dann kommen die Zwiebelringe und die Sardellen hinzu. Darauf legst du wiederum die zweite Hälfte der Kartoffeln und bestreust alles mit Paniermehl. Die Marinade der Fischfilets, die du in einer Schüssel aufgehoben hast, jetzt mit Sahne begießen sowie Butter hinzugeben. Den gesamten Inhalt der Schüssel salzen, pfeffern und als Krönung über den Inhalt in die Auflaufform gießen.

Schritt 3

Der Ofen ist jetzt bereits auf 200 Grad vorgeheizt und du stellst die Auflaufform mit Alufolie bedeckt hinein. Dort bäckt alles etwa eine Stunde.

Schritt 4

Das Ergebnis sollte ein goldbrauner, leckerer Auflauf sein. Heiß auf einem vorgewärmten Teller servieren. Gern mit kleiner Salatgarnitur. Und genießen!

Koreanisch kochen – In der Ruhe liegt die Kraft

Das für die meisten deiner Gäste wohl ungewöhnlichste Gericht dürfte aus Südkorea kommen. Die Koreaner mögen es im Vergleich zu den Schweden oder Mexikanern eher leicht und gesund. Nur auf die Würze, darauf verzichtet man nicht gern, wenn man koreanisch kocht.

Das Nationalgericht besteht vor allem aus einem unserer alten Bekannten: dem Kohl. Am wichtigsten für die Zubereitung dieses Gerichts ist aber nicht Kohl, sondern Geduld. Am besten planst du mehrere Tage Vorbereitung ein.

Was du für 4 Gäste brauchst:

  •    1 Chinakohl (etwa 1,5 kg schwer)
  •    3 Esslöffel Mehl
  •    3 Esslöffel Rohrzucker
  •    150 g Rettich
  •    3 Frühlingszwiebeln
  •    3 Stängel Schnittlauch
  •    5 Knoblauchzehen
  •    3 Esslöffel Ingwer (frisch oder gemahlen)
  •    2 kleine Zwiebeln
  •    40 g Chilipulver
  •    40 g Paprikapulver
  •    2 Esslöffel Fischsauce
  •    150 ml Wasser
  •    Salz

Schritt 1

Schneide den Kohl in zwei Hälften und entferne den Strunk. Aus den beiden Hälften dann jeweils etwa 1 Zentimeter große Stücke schneiden. Lege alles in eine große Schüssel und verrühre es mit 2 Teelöffeln Salz. Das lässt du erst einmal eine Stunde lang stehen. Danach die Kohlstücke waschen und abtropfen.

Schritt 2

In einer kleinen Schüssel kannst du jetzt Ingwer, Knoblauch, Zucker, Paprikapulver, Chilipulver und die Fischsoße zusammen mit zerkleinerten Frühlingszwiebeln etwas verrühren. Gib auch zerhackte Küchenzwiebel, Schnittlauch und den Rettich dazu. Den Inhalt der Schüssel dann zu dem Kohl in die große Schüssel geben.

Fermentierung liegt im Trend

Schritt 3

Jetzt brauchst du ein Einmachglas. Ein großes Glas, in dem sich vorher – sagen wir einmal – Gewürzgurken befanden, tut es zur Not natürlich auch. Stopfe den gesamten Kohl mitsamt der Marinade dort hinein. Dann lässt du das Glas bei normaler Raumtemperatur etwa 4-5 Tage stehen.

Diesen Prozess bezeichnet man als Fermentierung oder auch ganz einfach als Gärung. Dabei wird der Kohl im Prinzip länger haltbar gemacht. Er wird aber auch gesünder, weil bestimmte Säuren und Bakterien gebildet werden. Diese gelten als förderlich für die Verdauung und das Immunsystem. Und naja: es schmeckt auch ziemlich gut!

Für Eilige: WM Rezepte für den Dip to go

Nicht immer ist die richtige Gelegenheit für ein anständiges Essen, geschweige denn dass es der Alltag stets erlaubt, ein aufwendiges Essen zuzubereiten. Damit aber Bratwürste und Erdnussflips WM-tauglich werden, braucht es nicht viel Zeit. Wenn es schnell und einfach gehen muss, empfehlen sich Dips. Die sind schnell zubereitet und lassen sich auch prima für eine Einladung bei Freunden mitnehmen.

Mit Guacamole wirst du dir Freunde machen: die grüne Avocadopaste passt zu fast allem und ist sogar vegan. Was du brauchst: 2 richtig reife, also weiche Avocados, 1 Limette, 1 rote Zwiebel, 3 Knoblauchzehen sowie Salz und Pfeffer. Alles schälen und zerkleinern. Dann bis auf die Limette miteinander vermengen und mit einem Mörser zu Brei drücken. Anschließend schnell die Limette darüber ausquetschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Der schwedische Dip sieht so aus: 1 Ei, Senf, Essig, 1 Esslöffel Zitronensaft und Honig. Verrühre Eigelb mit den anderen Zutaten und etwas Öl, bis eine breiartige Masse entsteht. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!

Manchmal vielleicht doch lieber zum Markt

Für die südkoreanische Würzpaste Doenjang musst du natürlich Zeit einplanen beziehungsweise Vorarbeit leisten. Einfach zu machen ist sie trotzdem: zunächst bereits gekochte Sojabohnen grob mahlen. Dafür kannst du entweder den Mixer oder einen Mörser nutzen.

Diese umwickelst du mit Reisstroh, den du in einem Asia-Markt kaufen kannst. Das legst du 1 bis 2 Monate in einem Einmachglas in die Sonne, also zum Beispiel aufs Fensterbrett. Nicht, dass es damit erledigt wäre: du musst danach die Paste in Blöcke zerschneiden und in eine Salzlake legen und erneut 3 Monate lang reifen lassen. Der einfache Weg: die Paste im Asia-Markt einkaufen. Achtung: äußerst scharf.

 

Egal ob du im Garten grillst oder im Wohnzimmer an den Tisch lädst: Wir wünschen viel Spaß mit unseren WM Rezepten und tolle Spiele!

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