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21.03.11

Jeder kann in einen Stromtarif ohne Atomstrom wechseln

Jeder Verbraucher in Deutschland kann für seinen eigenen Energiebedarf auf Atomstrom verzichten. Wer auf Ökostrom umsteigt, schützt gleichzeitig das Klima.

Viele Menschen in Deutschland wünschen sich eine Zukunft ohne Atomstrom. Die Politik gibt dabei zwar wichtige Weichenstellungen vor, doch letztlich haben es die Stromkunden selbst in der Hand, für welchen Energiemix sie sich entscheiden. Niemand muss sich mit dem Energiemix abfinden, den es im Grundtarif seines örtlichen Versorgers gibt.

Durch einen Stromanbieterwechsel hat man es in der Hand, nicht nur auf Atomstrom zu verzichten, sondern beispielsweise auch CO2-neutralen Strom zu beziehen. Wer in einen Tarif mit Ökostrom wechselt, vollzieht nicht nur seinen privaten Atomausstieg, sondern verzichtet gleichzeitig auf Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle.

Ökostrom statt Atomstrom

Den größten Beitrag leistet man, indem man sich für „echten“ Ökostrom aus umweltfreundlichen Quellen entscheidet, der entsprechend zertifiziert ist (beispielsweise durch das Label „ok power“). So fördert man durch den eigenen Verzicht auf Atomstrom den Neubau von Kraftwerken auf Basis regenerativer Energieträger.

Vor hohen Stromkosten muss man dabei keine Sorge haben. So billig wie Atomstrom aus bereits abgeschriebenen (und damit alten) Atomkraftwerken kann Ökostrom zwar nicht bezogen werden. Viele Verbraucher können durch einen Verzicht auf Atomstrom aber trotzdem sparen, weil die entsprechenden Tarife zumindest billiger als der Grundtarif des örtlichen Stromversorgers ist.

Kurz gesagt: Dank der gesetzlichen Förderung erneuerbarer Energien kann man als Verbraucher kostengünstig in einen Tarif ohne Atomstrom wechseln. Dabei ist man hinsichtlich der unterbrechungsfreien Versorgung übrigens auf der sicheren Seite, denn der Gesetzgeber verpflichtet die Anbieter zu einer lückenlosen Belieferung mit Strom während des Wechsels.

Innerhalb von Wochen privat auf Atomstrom verzichten

Hat man seinen Tarif ohne Atomstrom gefunden, lässt sich der Wechsel innerhalb weniger Minuten online beauftragen. Schon nach wenigen Wochen ist der Wechsel vollzogen und man unterstützt durch seinen eigenen Energieverbrauch zu Hause nicht mehr die Erzeugung von Atomstrom.

Um die Umwelt zusätzlich zu entlasten und gleichzeitig Geld zu sparen, ist so ein Anbieterwechsel eine gute Gelegenheit, sein eigenes Nutzungsverhalten auf den Prüfstand zu stellen: Werden im Haushalt bereits alle Möglichkeiten, Strom zu sparen, genutzt? Auf welche Weise lässt sich der Verbrauch verringern? Am besten erstellt man eine Liste mit allen Möglichkeiten und arbeitet sie in den nächsten Wochen systematisch ab. Der Aufwand ist meist gering und zahlt sich in jedem Fall aus. Je mehr Menschen ihren Energieverbrauch verringern, desto eher kann in Deutschland völlig auf Atomstrom verzichtet werden.