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18.04.11

Stromanbieterwechsel ohne neue Stromanschlüsse, Zähler und Leitungen

Einige Verbraucher führen aus Unsicherheit keinen Stromwechsel durch. Sie fürchten Umbauarbeiten. Stromanschlüsse, Leitungen und Zähler bleiben jedoch gleich.

Der Wille zum Sparen macht bei den Verbrauchern bei ihren Energiekosten nicht halt, aber vor einem Wechsel ihres Stromlieferanten scheuen viele letztlich doch zurück. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Mancher fürchtet Arbeiten an den Stromanschlüssen oder andere Bauarbeiten, andere sorgen sich um ihre Versorgungssicherheit.

Zudem hat man die Stromkosten nicht so im Blick wie andere Kosten, etwa beim Einkauf im Supermarkt oder Tanken, mit denen man sich häufiger auseinandersetzen muss. Eine Stromabrechnung erhält man dagegen selten und die wenigsten Kunden möchten sich mit den Details beschäftigten. Überhaupt muss man sich einen Ruck geben, um einen Anbietervergleich durchzuführen und einen neuen Versorger zu beauftragen.

Stromanschlüsse bleiben unverändert bestehen

Selbst wenn ein Austausch der Stromanschlüsse und ähnliche Unannehmlichkeiten erforderlich wären, würde sich der Aufwand angesichts des erheblichen Sparpotenzials lohnen. Tatsächlich müssen jedoch weder Stromanschlüsse, noch Stromzähler oder Leitungen irgendwie verändert werden. Hier bleibt nach einem Wechsel alles beim Alten, um die Wartung kümmert sich nach wie vor der lokale Netzbetreiber.

Bei einem Anbieterwechsel geht es nicht um Stromanschlüsse, sondern um Stromtarife. Indem man sich seinen Lieferanten aussucht, kann man von Preisunterschieden profitieren, was zu einer jährlichen Ersparnis von mehreren Hundert Euro führen kann. Verbraucht man über seine Stromanschlüsse viel Energie, lohnt sich ein Wechsel besonders.

Während des Wechselvorgangs Stromanschlüsse weiter nutzen

Die Stromanschlüsse in der Wohnung kann man die ganze Zeit über nutzen, nachdem man einen Tarifwechsel beauftragt hat. Zu einer Versorgungslücke, auch nur für kurze Zeit, kommt es nicht. Der Gesetzgeber verpflichtet die Unternehmen zu einer lückenlosen Belieferung. Normalerweise läuft alles glatt, doch sollte ein Anbieterwechsel nicht wie geplant ablaufen, steht man keinesfalls ohne Strom da.

Im Zweifel springt der örtliche Grundversorger ein. Der Nachteil besteht dann nur darin, dass der über die Stromanschlüsse genutzte Strom zum Standardtarif des Grundversorgers abgerechnet wird.

Bis man über seine Stromanschlüsse billigeren Strom erhält, dauert es ein paar Wochen. Hat man sich seinen neuen Energieversorger ausgesucht und beim neuen Anbieter den Wunschtarif bestellt, ist die eigene Arbeit im Wesentlichen erledigt. Alter und neuer Anbieter stimmen sich im Hintergrund ab. Irgendwann werden die Stromanschlüsse dann zum neuen Tarif versorgt, ohne dass sich an der Stromqualität etwas ändern.