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16.07.11

Selbst den Strom wechseln und so auf Atomkraft verzichten

Wer auf Atomstrom verzichten möchte, muss sich nicht nach dem Tempo der Politik richten. Jeder kann selbst seinen Strom wechseln und einen eigenen Beitrag leisten.

Die meisten Menschen in Deutschland stehen Atomkraftwerken skeptisch gegenüber. Dennoch haben bisher die wenigsten ihren Stromanbieter gewechselt, sondern sind weiterhin Kunden bei einem der großen Energiekonzerne, wo ein wesentlicher Teil des Stroms aus Atomkraftwerken stammt. Gegen Atomkraft zu sein und seinen Strom wechseln gehören oft noch nicht zusammen.

Dabei ist kaum etwas so einfach wie ein Wechsel des Stromanbieters. Wer bisher die Mühe beim Strom wechseln gescheut hat, kann ganz beruhigt sein: Ein Anbieterwechsel dauert nur wenige Minuten, was den kleinen Aufwand beim Kunden angeht. Alle erforderlichen Daten sind aus den letzten Stromrechnungen ersichtlich. Nur den Stand seines Stromzählers muss man selbst ablesen. Anschließend muss noch ein paar Wochen gewartet werden, bis der Wechsel des Stromversorgers umgesetzt worden ist. Aber damit hat man als Kunde nichts zu tun und merkt auch nichts davon.

Versorgungspflicht schützt beim Strom wechseln

Manch einer verzichtet auf das Strom wechseln, weil er fürchtet, in Zukunft nicht mehr zuverlässig beliefert zu werden. Die Angst, plötzlich im Dunkeln zu stehen, weil es Probleme mit dem neuen Stromanbieter gibt, ist verständlich, aber unbegründet. Es besteht nämlich eine gesetzlich geregelte Versorgungspflicht, sodass man vor Wechselproblemen keine Sorge haben muss.

Selbst eine Pleite des neuen Stromunternehmens kann der Kunde ganz gelassen nehmen, denn er wird in jedem Fall weiter mit Strom versorgt. Im schlimmsten Fall ist man anschließend wieder Kunde des örtlichen Versorgers. Viel mehr kann aber nicht passieren. Da man bei Tarifen mit Vorkasse in solch einem Fall das schon bezahlte Geld "verlieren" kann, ist es jedoch sicherer, auf Vorauskassetarife zu verzichten. Bezahlt man immer erst im Nachhinein für seinen (durchschnittlichen) Verbrauch, geht man dieses Risiko gar nicht erst ein.

Strom wechseln und die Umwelt nachhaltig schützen

Ein weiterer Grund dafür, dass das Strom wechseln aufgeschoben wird, sind Unsicherheiten hinsichtlich der Kosten. Hier lässt sich am schnellsten Klarheit schaffen. Wer seinen Strom wechseln und so auf Atomstrom verzichten möchte, spart möglicherweise sogar noch Geld. Ein Strompreisvergleich geht oft zugunsten umweltfreundlicher Energiegewinnung aus.

Damit spricht alles dafür, seinen eigenen Überzeugungen Taten folgen zu lassen. Wer als Stromkunde selbst auf Atomstrom verzichten möchte, wird vermutlich gleich zu Öko Strom wechseln wollen, um außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch kann jeder selbst durch einen Wechsel auf Ökostrom pro Jahr mehrere Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid einsparen. Um sicherzugehen, dass es sich um echten Ökostrom handelt, sollte man auf Ökolabel wie das ok-power Label achten, denn dann weiß man, dass der Anbieter in den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke investiert.