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20.06.11

Informationen zur TelDaFax-Insolvenz

Tel Da Fax hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wer Strom oder Gas im Voraus bezahlt hat, muss fürchten, sein Geld zu verlieren. Die Versorgung ist aber gesichert.

Wer seinen Anbieter für Strom oder Gas noch nie gewechselt hat, mag sich durch die Probleme beim Energiediscounter Tel Da Fax bestätigt sehen, lieber kein Risiko einzugehen und deshalb auf Sparmöglichkeiten zu verzichten. Das allerdings dürfte auf Dauer viel teurer werden.

Die Krise bei Tel Da Fax sollte niemanden davon abhalten, durch einen Anbieterwechsel Geld zu sparen. Einer der Hauptgründe, warum sich Verbraucher gegen einen Wechsel entscheiden, ist nämlich die Angst, ganz ohne Strom oder Gas dazustehen, wenn das Unternehmen nicht mehr liefern kann.

Trotz Insolvenz - Versorgung ist sicher

Hunderttausende TelDaFax-Kunden können von ihrem Energiedienstleister jetzt zwar nicht mehr versorgt werden, aber im Alltag bemerken sie davon glücklicherweise überhaupt nichts. Strom und Gas fließen weiterhin so zuverlässig wie vorher, denn die örtlichen Grundversorger springen in einem solchen Fall sofort ein, um die lückenlose Versorgung aufrechtzuerhalten.

Wer Tel Da Fax im Voraus bezahlt hat, muss nun jedoch fürchten, dass das schon bezahlte Geld zumindest teilweise verloren ist. Ist die Abbuchung vom Konto im Lastschriftverfahren mit Einzugsermächtigung noch keine sechs Wochen her, sollte man sich unverzüglich mit seiner Bank in Verbindung setzen, um die Lastschrift rückgängig zu machen. (Die bisher erhaltenen Lieferungen müssen natürlich bezahlt werden.) Wer eine Einzugsermächtigung erteilt hat, sollte sie zur Sicherheit widerrufen, selbst wenn er sich noch nicht für eine endgültige Trennung von Tel Da Fax entschieden hat.

Für Informationen über Forderungen wie Vorauszahlungen kann man sich an den vorläufigen Insolvenzverwalter beim Amtsgericht Bonn wenn. TelDaFax-Kunden erhalten unter der Hotline 0228 – 702 – 2216, -2217, -1908 und -1909 Auskünfte. Weitere vertragliche Fragen können die Verbraucherzentralen der einzelnen Bundesländer beantworten.

Wer vom lokalen Netzbetreiber erfährt, dass er auf Ersatzversorgung beim lokalen Grundversorger umgestellt wurde, kann jetzt die Chance nutzen, unabhängig von Kündigungsfristen aus dem TelDaFax-Vertrag zu einem anderen Unternehmen zu wechseln. Wer vom Grundversorger im Standardtarif beliefert wird, hat in der Regel nur eine einmonatige Kündigungsfrist zu beachten.

Nicht länger als nötig im Grundversorgungstarif bleiben

Um die Vertragskündigung muss man sich bei einem Anbieterwechsel nicht selbst kümmern, sondern man kann diese Formalitäten dem neuen Unternehmen überlassen. Grundversorgungstarife gelten allgemein als teuer, weshalb man als kostenbewusster Verbraucher nicht länger als nötig in einem solchen Standardtarif bleiben sollte.

Die TelDaFax-Insolvenz macht die Risiken von Vorauskasse- und Kautionstarifen deutlich. Preiswerten Strom und günstiges Gas kann man nicht nur von Discountern beziehen. Attraktive Strom- und Gastarife gibt es auch von Unternehmen, die weder Vorauszahlungen oder Kautionen noch eine lange vertragliche Bindung des Kunden verlangen.