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14.05.12

Statt Heizen mit Strom lieber auf Erdgas umsteigen?

Es spricht einiges dafür, vom Heizen mit Strom auf ein Heizen mit Gas umzusteigen. In jedem Fall will der Wechsel gut überlegt sein.

Das Heizen mit Strom hat zwar durchaus Vorteile, aber die Nachteile dürften für die meisten Verbraucher überwiegen. So kann man seinen Stromanbieter zwar generell wechseln, um von niedrigeren Tarifen zu profitieren. Spezialtarife, die das Heizen mit Strom günstiger machen, bekommt man aber meistens nur vom örtlichen Grundversorger.

Einen Preiswettbewerb gibt es in dieser Hinsicht dann nicht, was diese Art zu Heizen weniger attraktiv erscheinen lässt. Muss man beim Wechsel zu einem anderen Stromanbieter stets den gleichen Preis bezahlen, wird also nicht zwischen Haupt- und Nebenzeit unterschieden, treibt dies die Kosten in die Höhe.

Heizen mit Strom hat Vorteile

Der geringe Platzbedarf beim Heizen mit Strom sowie die komfortable Nutzung, das Fehlen unangenehmer Gerüche (wie sie bei einigen Arten zu Heizen normal sind) sind zwar Vorteile. Zudem ist die Sicherheit vergleichsweise hoch.

Effizient ist das Heizen mit Strom aber nicht. Viel Energie geht beim Betrieb einer entsprechenden Heizungsanlage verloren. Das sorgt für hohe Kosten. Demgegenüber ist etwa der Betrieb einer Gasheizung weit effizienter, was die Energieausbeute angeht.

Insbesondere bei moderner Gas-Brennwerttechnik, bei der die Wärme aus den Abgasen dem System wieder zugeführt wird, hält sich die Verlust in Grenzen. Weiter steigern lässt sich die Effizienz durch Kombination mit Solarthermie. Hierbei wird die Energie der Sonne zur Erwärmung des Heizwassers unterstützend genutzt (eventuell außerdem für die Warmwasseraufbereitung).

Heizen mit Strom oder Gas: Platzbedarf ist gering

Es empfiehlt sich, die Heizungsanlage in diesem Fall in der Dachetage zu installieren, weil so kürzere Leitungen als bei der Installation im Keller ausreichen. Ein Platzproblem stellt dies üblicherweise nicht dar, weil moderne Gas-Brennwertheizungen nur wenig Platz benötigen. Insofern gibt es beim Heizen mit Gas und beim Heizen mit Strom Gemeinsamkeiten.

Als weitere Maßnahme zur Effizienzsteigerung kann die Kraft der Sonne zur Unterstützung beim Betrieb der Heizungspumpe genutzt werden. Kann man Solarzellen auf das Dach montieren, kann damit grundsätzlich natürlich auch das Heizen mit Strom unterstützt werden.

Für welchen Energieträger man sich letztlich entscheidet – in jedem Fall sollten Wärmeverluste am Haus vermieden werden. Zudem kommt es darauf an, dass die Heizkörper nicht verstellt werden, sondern die Luft im Raum gut zirkulieren kann. Hier ist auch auf Vorhänge zu achten.

Nicht mehr zu heizen als erforderlich heißt nicht zuletzt, die Raumtemperatur nicht höher als sinnvoll bzw. angenehm einzustellen. Programmierbare Thermostatventile ermöglichen diesbezüglich differenzierte Einstellungen in Abhängigkeit von Tag und Uhrzeit.