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07.12.12

Den alten Gas Tarif bei Tarifwechsel selbst kündigen?

Wer gerade billiger Gas bestellt, fragt sich, ob er seinem bisherigen Anbieter selbst kündigen muss. Nein, das ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Günstigeres Gas zu bestellen ist sehr einfach. Nach dem Tarifvergleich sind nur wenige Schritte notwendig, um für den Wechsel in einen billigeren Erdgastarif alles in die Wege zu leiten.

Wer seinen Gastarif das erste Mal wechselt, weiß oft noch nicht, ob er eine Kündigung für den alten Tarif schreiben muss oder nicht. Gerade Erstwechsler müssen sich um die Kündigung ihres bisherigen Gas Tarifs nicht kümmern, denn wer noch keinen Tarifwechsel durchgeführt hat, befindet sich im Standardtarif seines örtlichen Grundversorgers und kann die Kündigung daher dem neuen Unternehmen überlassen.

Gas Tarif vom Grundversorger

Charakteristisch für einen Grundversorgungstarif ist nämlich, dass man als Kunde nicht lange gebunden ist, sondern innerhalb kurzer Zeit aus seinem Vertrag herauskommt. Anders kann es aussehen, wenn der aktuelle Gas Tarif nicht mehr der Grundversorgungstarif ist, sondern zuvor ein Wechsel zu einem anderen Tarif bzw. anderen Gasanbieter stattgefunden hat.

Selbst gewählte Gastarife weisen ganz unterschiedliche Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen auf. Aus den Vertragsunterlagen lässt sich in der Regel leicht entnehmen, wie lange man als Kunde noch gebunden bleibt. Wer auch nach einem Wechsel zu billigerem Gas flexibel bleiben und jederzeit einen Tarifwechsel durchführen können möchte, sollte einen Tarif wählen, bei dem ihm diese Freiheit erhalten bleibt.

Der Grund, warum es auf diese Aspekte für die Frage, ob man den alten Tarif selbst kündigt oder nicht, ankommt, ist folgender: Überlässt man die Kündigung dem neuen Anbieter (dem man dafür im Normalfall eine Vollmacht schon im Zuge der Bestellung des neuen Tarifs erteilt), hat man es nicht in der Hand, wann diese Kündigung den alten Gasanbieter erreicht.

Vermeiden, dass sich der Vertrag für den Gas Tarif ungewollt verlängert

Das ist nur dann ein Problem, wenn die Gefahr einer ungewollten Vertragsverlängerung besteht, sich der alte Vertrag also möglicherweise verlängert, bevor er gekündigt wird. Hat man seinen Gasanbieter also schon einmal gewechselt, hilft hier ein Blick in die Vertragsunterlagen, um herauszufinden, ob man selbst ein Kündigungsschreiben schicken sollte, um die Frist zu wahren.

Ein Sonderfalls ist hier übrigens, wenn infolge einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht entsteht. Dieses lässt sich meistens nur innerhalb eines engen Zeitfensters ausüben. Damit das klappt, schickt man besser ein eigenes Kündigungsschreiben. In jedem Fall muss man den neuen Anbieter darüber informieren, dass man seinen alten Tarif bereits selbst gekündigt hat.