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08.09.11

Echter Ökostrom – das sollte man vor dem Anbieterwechsel wissen

Ist es wirklich echter Ökostrom? Diese Frage sollten sich wechselwillige Kunden vor einem Stromversorgerwechsel stellen. Das lässt sich aber leicht herausfinden.

Eine ganz genaue, allgemeingültige Definition von Ökostrom gibt es nicht, doch davon muss sich kein Verbraucher verwirren lassen. Echter Ökostrom ist nämlich ziemlich leicht zu erkennen.

Das Endprodukt selbst unterscheidet sich in physikalischer Hinsicht indes nicht. Ein Anbieterwechsel führt nicht dazu, dass man Strom in anderer Qualität nach Hause geliefert bekommt. Deshalb sind auch keine Umbauarbeiten und auch kein Austausch des Stromzählers erforderlich.

Echter Ökostrom ohne Wechsel des Zählers

Für die Wartung des Stromzählers bleibt der lokale Netzbetreiber zuständig, an diesem Punkt ändert sich also auch nichts. Deshalb funktioniert ein Anbieterwechsel so einfach. Echter Ökostrom unterscheidet sich allerdings doch in einem ganz wesentlichen Punkt: Er wird umweltverträglich erzeugt.

Dabei kann der Strom aus regenerativen Energiequellen (Wasserkraft, Windenergie, Fotovoltaik…) stammen, zum Teil aber auch aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Ob das der Fall ist, kann man anhand von Gütesiegeln bzw. Zertifikaten erkennen. Außerdem helfen diese dabei zu erkennen, wie sehr sich der jeweilige Stromanbieter für den Neubau von Anlagen zur Energiegewinnung aus regenerativen Quellen engagiert.

Soll es echter Ökostrom sein, möchte man als Verbraucher schließlich diesen Ausbau unterstützen und nicht etwa nur Strom aus ohnehin schon seit langem existierenden Kraftwerken abnehmen. Der Ausbau ist der entscheidende Faktor, um den Strommix in Deutschland insgesamt zu verbessern, also den Anteil an Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu erhöhen.

Ob echter Ökostrom aus den eigenen Steckdosen zu Hause kommt, das kann durch seinen Anbieterwechsel nicht beeinflussen – und darauf kommt es auch gar nicht an. Ansonsten müssten die Energieunternehmen überall eigene Netze aufbauen und sozusagen das ganze Land mit Stromleitungen überziehen. Das wäre absolut nicht sinnvoll.

Echter Ökostrom - eine Frage der Stromerzeugung

Echter Ökostrom – das ist eine Frage der Stromerzeugung und nicht der Stromabnahme durch den einzelnen Stromkunden. Der Anbieterwechsel gestaltet sich deshalb sehr einfach. Hat man sich für einen Anbieter mit echten Ökostrom entschieden, macht man online alle weiteren Angaben, die das neue Unternehmen benötigt. Das dauert nicht lange und die meisten Informationen hat man im Kopf.

Alles andere ergibt sich aus der letzten Stromrechnung des bisherigen Stromversorgers. So muss man beispielsweise die Zählernummer eintragen. Die Kündigung beim alten Anbieter muss man übrigens nicht selbst erledigen, sondern überlässt sie besser dem neu beauftragten Unternehmen. Während des Prozesses, der ein paar Wochen in Anspruch nimmt, kommt es nicht zu einer Stromunterbrechung. Man wird die ganze Zeit über lückenlos mit Energie versorgt.