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30.05.12

Ist Billig-Strom anders als normal teurer Strom?

Viele Verbraucher fragen sich, ob sie mit Billig-Strom eine schlechtere Stromqualität erhalten und ein Risiko für ihre elektrischen Geräte besteht.

Warum sollte man seinem Energieversorger mehr bezahlen, wenn sich alle Geräte im Haushalt ebenso gut mit Billig-Strom betreiben lassen? Mancher Stromkunde vermutet einen Haken bei Angeboten mit Billig-Strom.

Richtig ist, dass die verschiedenen Energieunternehmen unterschiedlich gut beim Kundenservice sind und sich die Vertragsbedingungen unterscheiden. So verlangen manche Unternehmen, die gesamte Strommenge eines Jahres im Voraus zu bezahlen, womit der Verbraucher ein finanzielles Risiko eingeht.

Bei Billig-Strom auf die Konditionen achten

Zudem ist mancher Billig-Strom nur dann günstig, wenn man seinen Verbrauch für einen bestimmten Zeitraum gut einschätzen kann. Ein Mehrverbrauch kommt unter Umständen teuer. Das sollte aber niemanden davon abhalten, nach einem Tarif mit Billig-Strom zu suchen, denn faire Konditionen und gute Preise schließen sich nicht aus.

Kein Risiko besteht bei Billig-Strom für die Energieversorgung. Die Versorgung mit Energie bleibt zuverlässig gewährleistet, selbst wenn der neue Stromversorger irgendwann einmal seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. In solchen Fällen übernimmt – lückenlos – der örtliche Grundversorger die Belieferung.

Muss der Grundversorger einspringen, gelten allerdings dessen Tarife, die ein ganzes Stück über einem Anbieter mit Billig-Strom liegen können. Aber keine Sorge: Aus der Grundversorgung kann man als Verbraucher innerhalb weniger Wochen wieder zu einem anderen, billigeren Anbieter seiner Wahl wechseln. Eine lange Mindestvertragslaufzeit gibt es dabei nicht.

Der Punkt Mindestvertragslaufzeit gehört vor Abschluss eines Vertrags sowieso ins Blickfeld. Als Verbraucher bleibt man flexibel, wenn man sich nicht gleich für mehrere Monate oder ein ganzes Jahr an das neue Unternehmen bindet. Kurze Laufzeiten (beispielsweise monatliche Kündbarkeit des Tarifs) gibt es auch bei Billig-Strom.

Billig-Strom ist qualitativ so gut wie jeder andere Strom

Keinen Zusammenhang gibt es zwischen dem jeweiligen Strompreis und der Qualität des Endprodukts: Wer weniger bezahlt, bekommt keinen schlechteren Strom. Insofern ist es egal, ob man viel oder wenig für seine Energieversorgung ausgibt. Ein anstehender Tarifwechsel ist jedoch ein guter Zeitpunkt, um über einen Umstieg auf Ökostrom nachzudenken.

Das Endprodukt unterscheidet sich hier ebenfalls nicht, aber mit der Wahl seines Stromtarifs kann man Einfluss darauf nehmen, wie künftig Strom erzeugt wird, wie hoch also etwa die Belastung durch CO2-Emissionen für das Klima ist. Selbst viele besonders preisbewusste Verbraucher wollen in ihrem Energiemix keinen Strom aus Kernkraftwerken mehr haben. Es kommt nicht darauf an, was am Ende an der Steckdose verfügbar ist – hier gibt es keinerlei Unterschiede – sondern auf die Art und Weise, wie umweltverträglich die Stromerzeugung jeweils betrieben wird.